Es geht wieder los bzw. das Fieber ist wieder da. Woche vom 12.10.2009 bis 19.10.2009
14.10.2009 von Christian.
Was so ein Fernsehbericht über den Hawai Triathlon alles ausmacht. Nun ja…bei mir ganz klar: Die Motivation ist wieer da. Nah einer sehr ssigen Saison mit vielen Tiefschlägen bin ich tatsächlich wieder heiss auf das Training. Also wie gehabt: Adam konsultiert und Montag den 12.10. angefangen mit einem ziehmlich hartem Oberkörper Training. Fühlte sich schon mal gut an. Dienstag 13.10.2009: Kniebeugen: 5*20, 4*30,3*40,2*50,l*60 jeweils mit 5 Kg Gewicht. Glücklicherweise war Martin dabei. Dann kommt man sich nicht ganz so alleine vor. Die Oberschenkel haben ziemlich gezittert.
Was die Saison 2010 betrifft so ist bereits gefixt: das Kraichgau Triathlon Festival im Juni und der Strongman Run in Weeze im April. Ansich geplant sind die Winterlaufserie in Duisburg, im August noch im Rahmen einer Staffel nen Marathon, noch 2 Mitteldistanzen (Barcelona und Köln). Mal schauen.
Es war der längste Tag des Jahres
17.7.2009 von Christian.
Eigentlich hatte ich geplant den IRONMAN zwischen 10:59:59 und 12 Stunden zu finishen. Doch ist ist etwas anders gelaufen als geplant, 14:51:32 ….
Hier der chronologische Ablauf.
03:00
Wecker klingelt, hab gut geschlafen.
Kaffee getrunken und ein am Vorabend organisiertes Käsebaguette gegessen.
04:00
Shuttle zum Langener Waldsee. Vom Hotel aus.
04:45
Ankunft am Langender Waldsee.
Rad überprüft, Geränke ans Rad angebracht.
Durch die Wechselzone geschlendert, gequatscht und ein paar Fotos gemacht.
06:30
Ich trinke noch etwas.
Ich ziehe den Neo…. und wieder aus. Vergessen auf Toilette zu gehen (Anfängerfehler).
06:45
Die PROs und die erste Startgruppe starten, sieht gut aus.
Ich gehe ins Wasser, ist fast so warm wie im Hallenbad.
07:00
Startschuss fällt und ich bin immer noch entspannt, was ist los?
07:05
Mein Gott, was für ein Geprügel. Überall Arme und Beine und Rufe.
08:18:15
Komme entspannt aus dem Wasser.
08:30
Ich sitze auf dem Rad und bin voll im Soll..
ca. 09:10
Durchfahre das erste mal den Zielbereich das Tempo von ca. 30.5km/h ist auch entspannt.
ca. 11:46
Die erste Runde lief sehr gut! Der Puls ist optimal und das Tempo(32.4km/h) auf der Strecke hoch. Die Anstiege waren überhaupt kein Problem, auch die Hitze ist nicht schlimm.
ca. KM 110
Auf einmal machen sich Krämpfe bemerkbar. Obwohl ich genug getrunken habe geht an den Anstiegen nix mehr. Egal weiter.
Wechsel zum Laufen
Endlich, nach 8:04Std. war die Wechselzone in sicht. Ich habe mich auf den letzten 70km schon darauf vorbereitet, dass ich vielleicht aufgeben werde. Aber das geht nicht. Der Wechsel klappt hervorragend (5 min) und die ersten 2 km laufen klasse.
Der Marathon
Kaum hatte ich das Zelt verlassen hörte ich die Anfeuerungen der Zuschauer und der anderen Athleten. Also setzte ich einen Fuß vor den Anderen und lief los.
Und dann passierte es: Kurz vor der zweiten Verpflegung stolpere ich auf dem Kopfsteinpflaser und knalle mit dem Knöchel auf den Bordstein. Der Knöchel wurde sofort dick. Jeder Schritt tut weh. Was tun? Ich entscheide mich für den langen Marsch. Dann kamen noch die Anfeuerungen der Zuschauer die echt klasse waren. Wie sollte ich da aufgeben? Ich habe noch ein paar mal versucht zu laufen aber immer nach ein paar Metern wieder gestoppt, da ich starke Schmerzen beim Laufen hatte. Beim Gehen hielten sich die Schmerzen in Grenzen. Ich habe hochgerechnet ob ich es schaffe im Zeitlimit von 16 Stunden ins Ziel zu kommen, da die Rechnung eine Sicherheitsreserve von einer Stunde ergab, stand der Entschluss fest. Die Zeit verging extrem langsam, alle 1,5km gab es eine Verpflegungsstelle, das Ritual war immer das gleiche. Eiswürfel in die Socken um die Knöchel zu kühlen, Schwämme ins Trikot ein Becher Cola und ein Becher Iso trinken. Bei ca. 30° im Schatten(es gab aber kaum Schatten), keinen Wind und hoher Luftfeuchtigkeit waren nach 1,5km die Eiswürfel geschmolzen und die Schwämme trocken. Auf den letzten zwei Runden habe ich zwei Leidensgenossen getroffen, der eine hatte einen kaputten Rücken und der andere hatte einfach keine Kraft mehr zum Laufen. Diese Invaliden-Troika ist eisern die letzten 2 Runden Zusammen gegangen! Danke Jungs war super mit Euch das durchzustehen, so ist die Zeit echt schneller vergangen.
Der Zieleinlauf
Es hat schon Vorteile so spät ins Ziel zu kommen, die Stimmung ist einfach galaktisch! Ich bin sehr froh, dass ich es durchgezogen hab. Ich finde es wichtig, dass man Dinge durchzieht, die man angefangen hat. Das die angestrebte Zeit, 11-12 Stunden, nicht erreicht wurde ist schade, aber das Gefühl gefinisht zu haben ist einfach unbeschreiblich.
Danach
Im Ziel hatte ich Gänsehaut und das hatte nichts mit der Temperatur zu tun, alle Schmerzen waren vergessen. Ich habe mich auf eine Bank gesetzt. Eine Helferin brachte mir Finisher Shirt, eine Apfelsaftschorle und umsorgte mich rührend. Mir kamen die Tränen. Und das nicht vor Enttäuschung. Wenn man in Frankfurt einläuft, ist es unbeschreiblich. Danke an alle die da waren und mich unterstützt haben. Aus Angst jemanden zu vergessen, nenne ich keine Einzelnamen. Ihr wart die Helden die mich angetrieben haben.
Noch 9 Tage und eine missglückte Generalprobe
25.6.2009 von Christian.
Wäre ich Schauspieler, dann wäre das ein gutes Zeichen. Aber ich bin keiner. Und so ist Ärger angesagt. Dienstag 23.06.2009 19:00 Uhr mit Ulli am Fühlinger See. Wir schwimmen los….alles gut. Auf den ersten 2000 m schwimmen wir 34 min. Bis zum Ende der Bahn. Kurze Pause und ich merke, dass ein Glas meiner Schwimmbrille (SEAL von AQUASPERE) rausfällt. Also 2 KM barfuss im NEO zurückgelaufen. Nun ja. Am Montag zuvor lief das Freiwasserschwimmen schwerfällig. Ich überlege noch, ob ich in Frankfurt nicht nur in Badehose unterm NEO schwimme.
Mittwoch 24.06.2009: Insgesamt 14 Km gelaufen aufgeteilt in 2000 m ein und 10 * 1000 in 04:40 und auslaufen. Mir geht es gut. Ich freue mich auf Frankfurt.
Donnerstag 25.06.2009: 18:45 Uhr ….Super Wetter aber windig. Aber Radeln ist angesagt. Und es lief wie am Schnürchen…… Nen 34er Schnitt. Die ganze Zeit in AEROPOSITION 73 Km gefahren. Zum ersten mal ausprobiert ob ein Gel alle 45 min oder 30 min nicht besser ist als jede Stunde. Und siehe da…es ist besser. Also: Merken für den Wettkampf in ffm. Es ist besser. Also viele Gels einpacken. Ansonsten alle 10 min zwei Schluck Powerbar ist völlig ok.
12 Tage und die letzten Tests oder die Wochen bis zum 21.Juni 2009
22.6.2009 von Christian.
www.ironman.de vermeldet noch 12 Tage. Ich selber vermelde an sich ein gutes Gelingen. Die letzten „Leistungstests“ verliefen gut.
Da waren die 4 KM NEOschwimmen mit Ulli und Maike im Fühlinger See. 01:17:00 wobei wir nach 2 KM noch nen kurzes Schwätzchen gehalten haben. Und wir fühlten uns gut dabei.
Da war die für mich an sich richtungsweisende Laufeinheit auf der Bahn. 2000 m ein, Lauf ABC, 6*100 m Sprints, danach 5 * 2000 m in jeweils 09:30, und 2000 m auslaufen. Ging alles gut. Die Beine brannten zwar aber es lief.
Auch an der Ostsee konnte ich locker 23 Km in 02:04,00 laufen. Auch die 27 Km liefen locker.
Da war die RTF in Bad Oldesloe wo ich 136 Km bei Wind gut in nem 30er Schritt durch die Holsteiner Schweiz geradelt bin. Einen Großteil davon in AEROPosition.
Die Erfahrung die ich gemacht habe, ist, dass eine kurze Pause (die 4 Tage London) wenn man vorher extrem gut und viel trainiert hat eher leistungsförderlich wirkt.
In den letzten 12 Tagen steht jetzt noch das „Feintuning“ an. 2 bis 3 etwas längere Radausfahren mit Tempointervallen, Neoschwimmen und am Freitag dann noch mal 25 Km Laufen. Dabei Materialchecks und schauen, was Ernährungstechnisch am besten aufgenommen wird.